26.02.2011

Porsche-Cup oder GT Masters?

Knappe 21 Kilometer lang, 170 Kurven umfassend, genannt die "grüne Hölle" und noch immer eine der bekanntesten Rennstrecken der Welt: Die Nordschleife des Nürburgringes.


Tim Tews ist bereit für den nächsten Karriereschritt, muss allerdings erst noch ein Cockpit für die neue Saison ergattern.

Wovon andere ihr Leben lang, meist erfolglos, träumen - einmal mit einem PS-Starken Fahrzeug die längste permante Rennstrecke der Welt entlangzurasen, für den Halstenbeker Tim Tews sollte dies nur ein weiterer Baustein seiner Rennfahrer-Karriere darstellen.


Über die "Leon Supercopa", in der Tews 2009 erstmals dauerhaft startete, empfahl sich der 21-Jährige im abgelaufenen Jahr für einen Einsatz in der VLN-Langstreckenmeisterschaft und verblüffte nach nur fünf Testrunden auf der Nordschleife in seinem 420 PS-starken und 290 km/h schnellen Porsche GT 3 mit Platz drei in der Wertung für Cup-Fahrzeuge. "Langfristig gesehen möchte ich in die DTM aufsteigen", umreißt der Student der Betriebswirtschaftslehre seinen Zukunftsplan. Als idealer Zwischenschritt bietet sich hier der Porsche Carrera Cup - nach der DTM Deutschlands zweitwichtigste Tourenwagen-Serie - an, in dem Tews für die im April beginnende Saison auf einen Startplatz hofft.


"Leider alles eine Frage des Sponsorings", schildert der Halstenbeker die Mechanismen der Branche. Alternativ streckt er die Fühler auch nach der GT-Masters Serie aus, in der er sich mit Gaststarts womöglich für höhere Aufgaben empfehlen würde. Körperlich in bestem Zustand befindet sich Tews in jedem Fall: Ein einwöchiges Trainingslager auf Lanzarote verpasste erst kürzlich den letzten Feinschliff für die im März beginnenden Testfahrten des Porsche Carrera Cups oder der GT Masters Serie. "Ich werde demnächst Gespräche über eine Zusammenarbeit mit einem Manager, der auch schon Formel 1-Fahrer betreute, führen", lässt Tews, der seinem Team "Car Collection" weiterhin treu bleibt, verlautbaren, dass sich möglicherweise in Sachen Vermarktung ein Glücksgriff anbahnen könnte. Unterdessen steigert der Halstenbeker seinen Bekanntheitsgrad über die Landesgrenzen hinaus. Beim "Race 4 Kids on snow", einer gemeinnützigen Kart-Veranstaltung im österreichischen Kühtai, startet Tews zusammen mit Prominenten heute und morgen für eines von zehn teilnehmenden Teams.

Dieser Artikel erschien am 26. Februar 2011 im Pinneberger Tageblatt