Zeitreise durch 60 Jahre Formel 1 Geschichte
60 Jahre voller Fortschritt der Technik und neuen Ideen, die Rennwagen schneller zu machen. Im Hamburger Prototyp Museum besuchte Tim Tews die Ausstellung „60 Jahre Formel 1“ und begab sich auf eine spannende Zeitreise.
Vom Alfa Romeo Alfetta Typ 158 aus dem Jahre 1950, dem ersten Gesamtsieger der Formel 1 Weltmeisterschaft, bis hin zum Ferrari F2007 waren die verschiedensten Fahrzeuge ausgestellt. Wer hätte sich vor 60 Jahren vorgestellt, dass die Formel 1 Fahrzeuge große breite Flügel haben werden, die für mehr Abtrieb sorgen und Reifen, die bestimmt mehr als viermal so breit sind, wie die, auf denen damals an den Start gegangen worden ist.
Die Entwicklung ist enorm und wenn die Fahrzeuge aus verschiedenen Jahrzehnten direkt nebeneinanderstehen, deutlich sichtbar. Die Werkstoffe haben sich verändert. War es vor vielen Jahren noch modern ein Formel 1 Fahrzeug aus Aluminium zu fertigen, so ist dies heute unvorstellbar. Es gibt zwar immer noch Komponenten, die aus Aluminium gefertigt werden, aber zum größten Teil besteht ein Rennwagen heut zutage aus Kohlefaser (auch Carbon genannt).
Glücklicherweise hat sich auch der Sicherheitsstandard über die Jahre immer weiter entwickelt und einige Entwicklungen aus dem Motorsport haben auch Einzug in unseren normalen Autos gefunden. Gab es in den ersten Formel 1 Rennern keinen Sicherheitsgurt, so findet der Fahrer heute in einem nahezu unzerstörbaren Monocoque Platz.
In der Ausstellung wurden auch legendäre Fahrzeuge aus der legendären Turbo-Ära in den 80er Jahren, sowie der Jordan 191 ausgestellt, mit dem Michael Schumacher sein erstes Rennen im belgischen Spa Francorchamps absolvierte.
„Gerade die Technik ist ein Aspekt, der den Motorsport so faszinierend macht. Als Fahrer musst du dein Auto verstehen und versuchen mit Einstellungen am Fahrwerk oder anderen Komponenten, den Grenzbereich immer wieder ein bisschen zu verschieben. Erst wenn die Einstellung stimmt, ist es möglich, dass Fahrer und Fahrzeug absolute Höchstleistungen erbringen. Es ist faszinierend, welche Ideen sich über die 60 Jahre durchgesetzt haben. Einige Fahrzeugkonzepte wurden am Anfang vielleicht belächelt, aber der Erfolg auf der Strecke gab den Ingenieuren recht.“, so Tim über die Faszination der PS-Boliden.
Auch in diesem Jahr gibt es wieder einige technische Neuerungen in der Formel 1. Erstmals an diesem Rennwochenende wurden verstellbare Heckflügel eingesetzt, die in einem definierten Bereich der Strecke umgestellt werden dürfen, wenn sich ein Fahrer weniger als eine Sekunde hinter dem Vordermann befindet. Der Heckflügel wird dann flach gestellt, sodass sich der Luftwiderstand verringert und das Überholen damit leichter werden soll. Doch auch in den nächsten Jahren wird sicherlich wieder tief in die Trickkiste gegriffen, um der Konkurrenz eine Wagenlänge voraus zu sein.







